Echte Perlen oder Zuchtperlen

Echte Perlen enstehen in einer Muschel oder Auster, wenn ein Fremdkörper oder Parasit zufällig in das Innere gerät.

Zuchtperlen wachsen genauso in der Muschel heran, nur werden die Fremdkörper von Menschenhand eingepflanzt.

Zuchtperlen sind also keine Imitation oder Fälschung sondern ein von Menschen geplantes Produkt der Natur.

Entstehung

Perlen bilden sich auf natürlichem Weg im Inneren von Muscheln oder Austern.  Um einen in innere gelangten Fremdkörper bildet die Muschel Perlmutt.
Das Ergebnis ist eine dem Fremdkörper entsprechend, geformte Perle.
Aufgrund der Rarität perfekt runder Perlen entwickelte man in Japan in den 1920er Jahren die Züchtung von Perlen.
Ein kleines Stück einer polierten Muschel, wird als Fremdkörper in den Mantel der Muschel eingesetzt.
Es dauert über 20 Monate bis eine Zuchtperle entstanden ist.
Die Perlen werden normalerweise in den Monaten Juni bis September geerntet.

Farben

Muscheln produzieren die Perlen in vielen Farbvariationen. Auch innerhalb einer Perle kann die Farbe variieren.
Die Hauptfarbe der Perle heißt „Körperfarbe“ und reicht von weiß, creme, gelb bis pink über silbern und schwarz.
Ein zusätzlicher Farbschimmer um die Hauptfarbe wird als „Überfarbe“ bezeichnet. Eine Perle kann weiß erscheinen, aber näher betrachtet sieht man eine rosé Schattierung.
Die Körperfarbe der Perle trägt dann die Bezeichnung weiß-rosé.

Lüster

Der Lüster bemisst die Brillanz und Reflektion einer Perle. Große Perlen haben dickeres Perlmutt, stärkeres Lüster und sind qualitativ wertvoller. Beim Vergleich einer kleinen Süßwasserperle mit einer großen Südseeperle ist der Unterschied sogar mit bloßem Auge erkennbar und sollte beim Kauf beachtet werden.
Die Klassifizierung nach Lüster und Reinheit der Oberfläche ist nicht so leicht mathematisch erfassbar wie die Form und Größe von Perlen.
Nach internationalem Standard werden Lüster und Reinheit zusammengefaßt und in vier Güteklassen eingeteilt:

  • A Ausgezeichneter Lüster, makellose Oberfläche. Perfekte Perle, die höchstens sehr kleine Fehler aufweist.
  • B Guter Lüster mit einigen wenig auffallenden Fehlern (leichte Spots).
  • C Schwacher Lüster, mittlere Qualität. Oberfläche mit Spots oder Narben.
  • D Fast kein Lüster, zahlreiche sichtbare Fehler, Oberfläche deutlich entstellt. (lg low grade)

Form

Perlen gibt es in vielen Formen – die qualitativ hochwertigste ist die runde Form. Akoya-, Tahiti- und Südsee-Austern tendieren dazu runde Perlen zu produzieren.
Hingegen sind die der Süßwasser-Muscheln eher oval oder nicht ganz rund.  Viele der asymmetrischen Perlen werden für Modeschmuck verwendet.
z.B. die Tropfen-Form für Ohrringe, die Barock-Perle in Ketten. Oft verwendet wird auch die „Mabe“ Perle. (Form einer Halbkugel)

Größe

Die Größe von runden Perlen wird nach ihrem Durchmesser bestimmt, Barock-Perlen nach Länge und Breite. Die Perlengröße ist kein Qualitätsmerkmal, bestimmt aber mit den Preis.
Große, runde Perlen mit hohem Lüster sind selten und das spiegelt sich im Preis wieder. Durchschnittliche Perlengrößen (Durchmesser)
Akoya: 6-8 mm
Süßwasser: 5-5,6 mm
Südsee: 11-13 mm
Tahiti: 11-12 mm

Oberfläche

Oft weist die Oberfläche kleine oder auch größere Makel auf.
Diese sind ein Kriterium für die Qualitätsbeurteilung der Perle.
Makellose und einheitlich aussehende Perlen gibt es sehr selten .
Ein hoher Lüster und die Art, wie Perlen aufgereiht oder im Schmuck eingesetzt sind, können diese Makel jedoch zweitrangig machen.